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Die Legende vom Heiligen Hubertus

Die Legende des Heiligen Hubertus ist in verschiedenen Versionen überliefert. Im Großen Hausbuch der Heiligen* wird sie so erzählt:

"Als einst Hubert an einem Karfreitag mit seinem lauten Tross zur Jagd zog, warnte ihn seine Gattin und flehte ihn dringend an, den ernsten Todestag des Herrn nicht zu entweihen. Er schien von der liebevollen Warnung seiner frommen Gattin gerührt, dennoch siegte die Jagdlust. Mit seinem zahlreichen Gefolge sprengte er durch Wald und Busch, durch Wiesen und Gründe und verfolgte einen prächtigen Hirschen. Als er demselben nahe kam und schon den Bolzen nach dem Tiere abdrücken wollte, bleibt dasselbe plötzlich stehen, wendet sich nach dem Jäger, und mitten in seinem Geweih erscheint ein strahlendes Kreuz. Eine klagende Stimme ertönt: 'Hubertus, ich erlöste dich und dennoch verfolgst du mich!'

Hubert erbebte, warf sein Geschoß von sich und flehte innig zu Gott um Erbarmen. Darauf baute er sich eine Hütte aus Baumzweigen und Schilf und führte, von der Welt geschieden, in stiller Waldeinsamkeit ein bußfertiges, abgetötetes Leben."

*Großes Hausbuch der Heiligen. Berichte und Legenden. Hrg. von Diethard H. Klein, S. 551f.

Lutz Krüger weist in seiner Darstellung zur Entwicklung der Legende darauf hin, dass in der Legende um St. Hubertus die Vision des Heiligen Eustachius mit eingeflossen ist.

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siehe auch bei

Wikipedia

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