"Als einst
Hubert an einem Karfreitag mit seinem lauten Tross zur Jagd zog, warnte
ihn seine Gattin und flehte ihn dringend an, den ernsten Todestag des
Herrn nicht zu entweihen. Er schien von der liebevollen Warnung seiner
frommen Gattin gerührt, dennoch siegte die Jagdlust. Mit seinem
zahlreichen Gefolge sprengte er durch Wald und Busch, durch Wiesen und
Gründe und verfolgte einen prächtigen Hirschen. Als er demselben nahe kam
und schon den Bolzen nach dem Tiere abdrücken wollte, bleibt dasselbe
plötzlich stehen, wendet sich nach dem Jäger, und mitten in seinem
Geweih erscheint ein strahlendes Kreuz. Eine klagende Stimme ertönt:
'Hubertus, ich erlöste dich und dennoch verfolgst du mich!'
Hubert erbebte,
warf sein Geschoß von sich und flehte innig zu Gott um Erbarmen. Darauf
baute er sich eine Hütte aus Baumzweigen und Schilf und führte, von der
Welt geschieden, in stiller Waldeinsamkeit ein bußfertiges, abgetötetes
Leben."